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Strategische Zielsetzung für Social Media – Präsenzaufbau in Social Media (Teil 3)

- Mai 16, 2011 - by , in Social Media, Social Media Marketing (SMM), with 2 comments -

Im ersten Teil dieser Serie haben wir begonnen mit einem Ablaufmodell für die Erstellung einer Social Media Präsenz. In Teil 2 haben wir uns gefragt, warum wir überhaupt in Social Media aktiv sein wollen und heute widmen wir uns der stretegischen Zieldefinierung für den Social Media Aufbau. Ohne Ziele läuft nix, merken Sie sich das! ;)

Wer? Wie? Was? – Die Sesamstrassen Methode

Boris Lakowski hat mir die Sesamstrassen Methode als Vorgehensmodell näher gebracht. Hä, Kinderprogramm? Nein, weit gefehlt. Die zentrale Frage in diesem Modell lautet

Wer sagt » wem » was » wo » wie » mit welchem Ziel » und welcher Wirkung

Dabei muss man das Pferd jedoch ein wenig von hinten aufzäumen. Die erste Frage, die man sich stellen muss, ist jene nach den Zielen. Was ist das Ziel? Wo möchte man hin?

Erst in weiterer Folge macht es Sinn sich über die Zielgruppe, deren Erreichbarkeit über Social Media und die Inhalte Gedanken zu machen.

SMARTe Ziele definieren

Ein Ziel ist immer ein agestrebter Zustand, keine Handlung. Leider sind laut dieser Definition die meisten unternehmerischen Strategien eher ziellos formuliert. Aber was unterscheidet eine gute Zieldefinition von einer maneglhaften? Die Antwort ist SMART.

SMART steht hier nicht, wie ein Freund von mir vermutet, für Special Martial Arts Technique sondern ist ein Akronym für Specific Measurable Accepted Realistic Timely oder auf deutsch übersetzt Spezifisch Messbar Akzeptiert Realisierbar Terminierbar.

Was heißt das im Detail?

Spezifisch – Ziele müssen klar definiert sein. Nicht vage, sondern so präzise wie möglich.

Messbar – Ziele müssen messbar sein, sonst hat man später keine Chance die Zielerreichung zu messen.

Akzeptiert – Die Ziele müssen von den Betroffenen akzeptiert werden.

Realisierbar – Eine unrealistische Zielsetzung führt dazu, dass man Ziele nicht erfüllen kann oder will.

Terminierbar – zu jedem Ziel gehört eine klare Zeitvorgabe, bis wann das Ziel erreicht werden muss.

Sehen wir uns ein paar Ziele an und überlegen, wie wir diese wackligen Zielsetzungen in SMARTe Ziele verwandeln können. Ein Ziel, das immer gerne gestzt wird, ist die Umsatzsteigerung. Man sitzt also im Vostandsmeeting, der Chef bellt: “Wir müssen auch heuer wieder unseren Umsatz steigern!” Die einzig richtige Antwort auf diese Aussage wäre: “Das ist nicht besonders smart formuliert, Chef.” und das stimmt in jeder Beziehung.

Praxisbeispiel

Nehmen wir an, ich bin ein Consulting Unternehmen. Ich verkaufe meine Beratungsdienstleistung und eine Simulations-Software, die mir hilft, interne Struktren zu optimieren. Wenn das Ziel der Umsatzsteigerung klar und präzise formuliert werden soll, muss ich wissen, in welchem Bereich ich eine Steigerung erzielen soll. Weil ich meistens nur über meine Beratungsleistung auch die Software verkaufe, strebe ich eine Umsatzsteigerung im Bereich der Beratung an.

Wer soll das machen? In wessen Kompetenzbereich fällt die Umsatzsteigerung? Die Sekretärin hat in erster Linie nichts mit dem Verkauf von Dienstleistungen und Software zu tun (in zweiter Linie wahrscheinlich doch sehr viel). Ich will also mit dem Ziel die Kundenberater, das Sales-Team, ansprechen.

Aber um wieviel soll sich mein Umsatz steigern? Ich sehe mir die Umsatzsteigerung der letzten Jahre an und lese daraus ein stetes Wachstum von durchschnittlich 5%. Weil ich ambitioniert bin und weder mich noch meine Mitarbeiter über-bzw. unterfordern möchte, lege ich eine Umsatzsteigerung von 7% fest.

Da wir jetzt gerade den Monat Mai schreiben, will ich dieses Ziel bis Mai 2012 erreichen – innerhalb eines Jahres also.

Formulieren wir jetzt dieses Ziel nochmals:
Die Kundenberater der XY Consult erzielen innerhalb eines Kalenderjahres (bis Mai 2012) im Bereich der Unternehmensberatung eine Umsatzsteigerung von 7%.

Ich denke, wir haben ein richtig smartes Ziel entwickelt. Es zielt nicht zu hoch, es unterfordert nicht. Darum fällt es auch nicht schwer, dieses Ziel zu akzeptieren und zu realisieren. Wir haben es klar definiert und sogar schon Zuständigkeiten zugewiesen. Es ist messbar und an einen Termin gebunden.

Was jetzt?

Wir haben ein Ziel definiert, jetzt geht’s an die Massnahmenplanung und zurück in die Sesamstrasse. Die Strategie, die wir entwerfen hilft uns einen Fahrplan festzulegen, der uns hilft an ein Ziel zu kommen und nicht in der Wüste stecken zu bleiben.

Ausblick

Im nächsten Teil dieser Serie sehen wir uns an, was man in Social Media überhaupt aktiv machen kann und wieviel Zeit das in Anspruch nimmt.

Ich hoffe das Lesen hat Spaß gemacht. Wenn ja, würde ich mich über ein Like oder ein Empfehlung sehr freuen und hier gibt es eine kleine Belohnung dafür :)

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